Meine neue Kandidatur für den Landesvorsitz von Bündnis90/Die Grünen Schleswig-Holstein

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich habe mich entschlossen, am kommenden Wochenende wieder als Landesvorsitzender von Bündnis90/Die Grünen in Schleswig-Holstein zu kandidieren.
Der bisherige Landesvorstand hat zwei Wahlen, die Landtagswahl und die Bundestagswahl zusammen mit der Landesgeschäftsstelle optimal organisiert. Wir sind in Schleswig-Holstein wieder an der Regierung, haben unsere beiden Ministerien behalten. Riesenerfolg in Schleswig-Holstein auch bei der Bundestagswahl. Der Vorstand jedenfalls hat das erreicht, was die Partei als Ziele vor zwei Jahren ausgegeben hat. Und ich danke allen Aktivisten und Parteimitgliedern, auch über die Landesgrenzen hinweg, für die große Unterstützung!

Auch was mein persönliches Wahlergebnis in Nordfriesland / Dithmarschen-Nord bei Zweitstimmen, aber auch bei Erstimmen angeht, kann ich, so glaube ich, stolz auf mein Ergebnis sein.

Und gerade vor drei Wochen, nachdem Rasmus Andresen und ich innerhalb von drei Tagen im Brasseriehof in Flensburg nacheinander zwei Veranstaltungen zu den sozialen Sicherungssystemen abgehalten haben hieß es: „Rasmus und Arfst, ihr glaubt gar nicht, wie viel soziale Reputation ihr hier für die Grünen zurückerobert habt“. Auch für die Unterstützung von Menschen, die nicht innerhalb der Grünen Partei unterwegs sind, bin ich ausgesprochen dankbar und auch ein wenig stolz. Denn es ist auch Aufgabe des Landesvorstands, zusammen mit der Partei aus der „Grünen Blase“ und dem Parteisprech nach außen zu wirken, und darin sehe ich eine zentrale Aufgabe. Die große Welle von Eintritten in die Grüne Partei fiel auch in die Amtszeit des bisherigen Landesvorstands.

Wenn auch noch längst nicht alles zum Besseren gewendet ist (ich denke an die Situation der Hebammen, die Geburtsstation Eckernförde, das Krankenhaus in Wyk, Trauerseeschwalbenkolonie in Westerhever, die Gasknallkanonen um die Elmeere-Gebiete auf Föhr, die leider immer noch knallen und die Vögel vertreiben), so konnte ich auch vor Ort einiges bewegen. Und die Gespräche laufen weiter. – Landesvorstandsarbeit macht man nicht für sich selbst, auch nur bedingt für die eigenen inhaltlichen politischen Ziele: man hat als zentrale Aufgabe, die Partei zusammenzuhalten. Für ANDERE da zu sein, innerhalb und außerhalb der Partei, nicht für sich selbst.

Dass ich es trotzdem in den letzten Monaten geschafft habe, das Grundeinkommen-Zukunftslabor zu initiieren, ist, nicht nur für mich persönlich, ein Riesenerfolg. Es hat bundesweit Aufsehen erregt. Und auch aus der Bundestagsfraktion kamen diesbezüglich Stimmen: Ihr in Schleswig-Holstein seid mit dem Labor unsere große Hoffnung.

Aber die Arbeit wird jetzt erst beginnen, noch ist nichts erreicht.- Zu viele meinen noch, es gehe beim bGE um 1000 Euro für Jede(n) und ahnen nicht, dass es sich in Wahrheit um eine Transformation des gesamten Gesellschaft in dieser Diskussion handelt, der alle gesellschaftlichen Bereiche betrifft. Nach der von uns eingeleiteten ökologischen Wende, der Energiewende muss es jetzt in Deutschland auch zu einer sozialen Wende kommen.

Die innerparteiliche Arbeit an der Umstrukturierung der Grünen Landespartei in Schleswig-Holstein, eine größere dialogische Struktur unter stärkerer Einbeziehung aller Grünen Kreisverbände und der einzelnen Mitglieder wird ein zentrales Aufgabenfeld des Landesvorstands in den kommenden zwei Jahren sein.

An all diesen Themen möchte ich weiter an zentraler Stelle mit Euch allen zusammen arbeiten, im Hinblick auf ein echtes vereintes Europa und im Kampf gegen die Gesellschafts-zerspaltenden Tendenzen von Rechts, nicht erst seit der letzten Bundestagswahl.

Ich danke auch meinen Vorstandskolleg*Iinnen Ruth Kastner, Resy de Ruijsscher, Aminata Touré und Markus Stiegler sowie den Mitarbeiter*innen der Landesgeschäftsstelle für die gute Zusammenarbeit und möchte mein politischer Engagement im Amt des Landesvorsitzenden gerne fortsetzen.

„Die Feuerwehr soll sich nicht beklagen, wenn`s brennt, sie soll löschen“. Gestern hat Michael Kellner, unserer Grüner Bundesgeschäftsführer, in seiner Rede auf dem kleinen Bundesparteitag in Berlin gesagt, ein Handzettel von Arfst habe ihn durch den Bundestagswahlkampf begleitet und ihn immer wieder motiviert.

Ich bitte Euch in diesem Sinne um Unterstützung für meine Kandidatur und mein Engagement für direkte gelebte Demokratie.

Viele Grüße!
Euer
Arfst

Ähnliche Beiträge

  • Kommentar zur Erweiterung des EFSF-Vertrages, genannt ESM-VertragKommentar zur Erweiterung des EFSF-Vertrages, genannt ESM-Vertrag Ich habe FÜR den ESM-Vertrag gestimmt, da er eine Erweiterung des EFSF-Vertrages darstellt. Ich halte an sich beide Verträge für falsch und habe auch verfassungsrechtliche […]
  • Risikotechnologie FrackingRisikotechnologie Fracking Da mich in letzter Zeit einige Fragen zum Thema Fracking erreicht haben, hier stellvertretend meine Antwort auf eine Frage bei Abgeordnetenwatch. In der Tat beschäftigt und beunruhigt […]
  • Wahl zum Landesvorsitzenden: Vielen Dank!Wahl zum Landesvorsitzenden: Vielen Dank! Am 9. Mai 2015 bin ich in Lübeck zum Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein gewählt worden – zusammen mit Ruth Kastner aus Bargteheide, die mit großer Mehrheit […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2015 Arfst Wagner | Personalisiertes Layout basierend auf WordPress BizzCard Theme