Zwei Tage lang war der Bundestag vom Sockel bis zur Flagge voll grüner Politik und jugendlicher Gedankenanstöße!

Grünes Jugendforum 2012 im Reichstag

„Dreizehn Stunden wurde diskutiert, beraten, debattiert, erörtert, konferiert und jede Menge Gedanken ausgetauscht. 100 – meist – Jugendliche und zahlreiche grüne junggebliebene Bundestagsabgeordnete wollten wissen, was die Politik tun muss, um mehr Menschen zu erreichen und vor allem: um uns Jugendliche zu begeistern.

Wir kamen in Open Space Runden zusammen, diskutierten in World Cafés und führten zahlreiche Gespräche beim Essen. Nie aber hörten wir auf, uns diese eine Frage zu stellen: „Was müssen wir tun?“ – Ja, was müssen wir denn tun?! Wir wollten Politik wieder glaubwürdiger machen, mehr Bürger_innennähe schaffen und vor allem auch die Sprache wieder vereinfachen. Doch das war gar nicht so einfach, andauernd fiehlen Begriffe und Abkürzungen wie „BGE“ (Bedingungsloses Grundeinkommen) oder Ausdrücke wie „pluralistische Politik“ (also vielfältige Politik). Damit wurde uns eines klar: sprachliche Hürden müssen überwunden werden.

Wir versuchten in kleineren Runden beispielsweise den Familienbegriff neu zu definieren oder Europa in ein anderes Licht zu rücken. Wo sehen wir Europa in zehn Jahren und wie würden wir die Schuldenkrise angehen? Definiert sich Europa nur über finanzielle Verkettungen oder wird die eigentliche Idee vom kulturellen Miteinander nicht zur zeit nicht verdeckt von Ängsten, Vorurteilen und sozialer Not?

Über zwanzig Themen, die wir selbst aufstellten, diskutierten wir in offenen Kleingruppen mehrere Stunden lang. Im Anschluss daran setzen wir uns wieder zusammen und debattierten in größeren Runden unsere Ergebnisse.

Zudem beschäftigten wir uns unter anderem mit dem Gedanke der Transparenz. Wie transparent sollte Politik in Zukunft sein? Und wie sieht Politik morgen aus? – Hunderte von Fragen schienen auf eine grüne Antwort zu warten! Doch auch die Bundestagsabgeordneten wollten nicht nur vieles von sich und ihrer Arbeit berichten, sondern vor allem mit der Jugend ins Gespräch kommen. Ihre meistgestellten Fragen drehten sich um unsere Begeisterung für Politik und um die Frage, was uns empört oder aufregt. Sie hatten immer ein offenes Ohr für uns und verlangten am Ende von uns, dass wir Ihnen ganz konkrete Vorschläge machten. Am Ende des zweiten Tages hatten wir etwa sechzig Anregungen für mehr Beteiligung aufgezeichnet. Ein guter Anfang für mehr jugendliche Partizipation in der Politik!

Viel zu schnell war die Zeit vorbei. Ein letztes Mal stiegen wir auf die Kuppel und bewunderten Berlin von oben! Diese zwei Tage waren ein absoluter Erfolg und wir waren alle sehr dankbar für die neuen Einblicke und die wunderbare seelische und körperliche Versorgung durch das Team der Grünen Bundestagsfraktion! Wir freuen uns alle auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr und arbeiten bis dahin weiter an unserem Ziel für mehr jugendliche Teilhabe an der Politik, nicht zuletzt Hand in Hand mit unseren Grünen Abgeordneten und hoffentlich auch mit Ihnen!“

Bericht von Johannah zum Jugendkongress der Grünen Bundestagsfraktion am 13./14.10.2012. Johanna hat auf Einladung von Arfst Wagner am Jugendkongress teilgenommen. Vielen Dank auch an Ulrich Schneider und sein Team für die tolle Organisation.

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